Forschung

Duo Egri & Pertis - ForschungBereits am Anfang ihrer Forschungstätigkeit stellte das Duo Egri & Pertis fest, dass nicht einmal die Duett- bzw. Duowerke der wohlbekannten Komponisten entdeckt sind, ganz zu schweigen von den weniger berühmten Schaffenden (Ignaz Moscheles, Emanuel Chabrier, John Field, usw.)
Nach dieser Erkenntnis begannen sie, systematisch zu arbeiten, unterstützt durch Musikwissenschaftler und führende Mitarbeiter internationaler Bibliotheken. Besonders eng arbeiteten sie mit der Schubert-Forscherin Dr. Walburga Litschauer und mit der Liszt-Forscherin Maria Eckhardt zusammen.

Die im Laufe der Jahre zusammengekommene Sammlung (mittlerweile über 6000 Seiten Musiknoten) baut das Duo ununterbrochen in sein Repertoire ein und präsentiert sie in Form von Konzerten sowie Rundfunk-, CD-, und DVD-Aufnahmen.

So konnte das Publikum zum Beispiel die Werke von Henri Herz, Carl Reinecke, Joseph Joachim, und Josef Dichler kennen lernen. Besondere Momente der „Entdeckerarbeit“ des Duos:

  • Erstaufführung und Erstaufnahme des Großen Konzertstückes über Mendelssohns „Lieder ohne Worte“ von Franz Liszt, das das Duo nach dem Autograph rekonstruierte,
  • Erstaufführung und Erstaufnahme des Grand Duos von Felix Mendelssohn,
  • Erstaufführung und Erstaufnahme des Konzertstückes in F-Dur von Robert Schumann,
  • Komplettierung und Uraufführung der Originalfassung von Schuberts Rondo in D-Dur D 608 (mit anschließender Erstaufnahme)

Auch die Aufführungen von Werken von Onslow, Pleyel, Thalberg, Dohnányi und Rimski-Korsakow erregten großes Aufsehen. Zahlreiche Ersteinspielungen des Duos (Werke von Saint-Saëns, Mendelssohn, Pleyel, Thalberg, Liszt, Massenet, Franck und anderer) erschienen beim Label Hungaroton.

Eine weitere spannende Aufgabe war für Egri & Pertis die Mitarbeit an der Neuen Schubert-Ausgabe des Bärenreiter-Verlages (wissenschaftlich-kritische Edition aller Werke Franz Schuberts) ab 2008. Sie wirkten auch bei den Bandpräsentationen (Schuberts vierhändige Früh- und Spätwerke) mit. 2013 wurde eines dieser Gesprächskonzerte (vierhändige Klavierwerke aus Schuberts letztem Lebensjahr) wurde als Live-Aufnahme in der CD-Reihe „Klingende Forschung“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben.